Stereotypen-Parade – leichtseichte Lektüre für den Urlaub

DSCN1437[1]Im Sommer im warmen Lande liegt der Mensch am Strande. So auch ich. Und damit mir nicht langweilig wurde mit Sonne, Sand und Wasser, hatte ich mir Leselektüre eingepackt. Da ich an einem griechenischen Strand lag, musste es natürlich etwas mit dem Land der Hellenen zu tun haben.

Und ich wurde auch schnell fündig. Auf dem Lesefestival in Paleochora (danke für die Bücherspenden – ich habe beide Bücher gegen Spende erstanden!) fand ich diese beiden – und ich habe beim Lachen wirklich geschmunzelt.

Beide Bücher leben von den Stereotypen – sowohl auf deutscher als auch auf griechischer Seite. Stereotypischer geht es gar nicht. Die Deutschen tragen entweder Tennissocken (Urlaubsflair), Anzug mit Schlips (Business-Besuch) oder Safari-Kleidung (für die wirklich abenteürlichen Momente). Sie sind Spiesser wie sie im Buche stehen – egal, ob sie auf einem Esel durch die griechischen Felsen traben oder mit einem Kleinwagen das lokale Flair erkunden.  Und die Griechen natürlich schlitzohrig, immer knapp (oder ganz) am Gesetz vorbei und meistens im Kafeneio mit Frappe anzutreffen.

Der Unterschied zwischen den beiden deutschen Protagonisten liegt darin, dass Jörg Geissner ein Bankangestellter mit Herz ist (Highway to Hellas) – deshalb bleibt er vermutlich am Schluss auch mutig in Griechenland – während Herbert (Kalimera – Ich bin Single) der Urtyp des Deutschen ist, der den Begriff „Schadenfreude“ erfunden haben könnte. So ein typischer Urlaubsflirt, den keiner braucht.

Natürlich erkennt man so einiges wieder – gerade wenn man als Leser in Griechenland wohnt oder aber sehr regelmässig seinen Urlaub hier verbringt. Liebenswerte Gewohnheiten in griechischen Tavernen oder Geschehnisse am Strand.  Insbesondere Herbert könnte allerdings seine Urlaubsberichte in fast unveränderter Form auch aus Italien, Spanien oder sogar Hughada so wiedergeben.  Im Gegensatz zu Jörg Geissner hat Herbert von seinem Gastland nichts verstanden.

Mein persönliches Fazit: Kurzweilig zum Lesen, wenn man SLAPSTICK in Buchform mag.

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